So geht’s anders

Unverpackt: Der bessere Weg

Wir kennen die Situation nach einem routinemäßigen Wocheneinkauf: Oft genug kommen wir mit mehr Verpackungsmüll als Lebensmitteln nach Hause! Diese Verpackungen sind oft sogenanntes Einwegplastik, das, was schon der Name verrät, nur einmalig benutzt werden und dann meist nur sehr mühsam oder etwa gar nicht mehr recycelt werden kann. Ein unnötiges Übel.

Einige Unternehmen haben sich inzwischen dieses Problems angenommen und das Prinzip des „Unverpackt-Ladens“ entworfen. Ein solcher bietet uns die Möglichkeit eines Einkaufs ganz ohne Verpackungsmüll. In Los Angeles ist das Prinzip voll aufgegangen. Hier gibt es bereits viele erfolgreiche Supermarktketten wie  „The Nada Shop“ und „Zero waster nerd“. In Vorarlberg beschert uns leider nur ein einziger Unverpackt-Laden in Satteins plastikfreie Einkaufserlebnisse. Die Besitzerin Cori Amann bietet auch Workshops an, um das eigene Konsumverhalten besser kontrollieren zu können.

Einige werden sich vielleicht fragen, wieso um das Thema Verpackungsmüll so ein Wirbel gemacht wird. Nun denn, wenn man sich über die verschiedensten Statistiken zum Konsumverbrauch von (Plastik-)Verpackungen informiert, wird klar, dass speziell Länder wie Österreich und Deutschland zu den Spitzenreitern gehören, was die Müllproduktion angeht.

Jede*r einzelne von uns produziert jährlich ca.
220 Kilogramm Müll!!

Müll von einem kleinen Einkauf

Was also tun, wenn kein Unverpackt-Laden in der Nähe ist?

Es gibt genug Wege auf Verpackungen zu verzichten. Hier ein paar Tipps:

  • Wiederverwendbare Beutel mitführen! Kleine Nebeninformation: Man muss einen Beutel aus Bio-Baumwolle mind. 150 mal benutzen damit dieser nachhaltig ist!
  • Auch für Obst muss man nicht immer die zurechtgelegten Einwegplastikbeutel nehmen. Es gibt wiederverwendbare Stoffsäcke, die sich perfekt für Obst und Gemüse eignen.
  • Flaschen von zu Hause mitnehmen! # Eine Glasflasche mit einem Getränk von zu Hause mitzunehmen ist effektiver als sich auf dem Weg zur Arbeit, Schule etc. immer eine neue zu kaufen. Auf lange Sicht zahlt sich das nicht nur für die Umwelt aus, sondern auch für die Geldbörse.
  • Generell Produkte kaufen mit wenig Verpackung.

Das gilt nicht nur für die Einkäufe in Supermärkten, sondern auch für Hygieneartikel oder Kleidung etc. (avocadoo store, armedangels)

Doch der effektivste Tipp ist auch der einfachste:
Der Konsument bestimmt den Konsum.