Schnitzeljagd in die Zukunft

Was bedeutet nachhaltige Stadtentwicklung? Wie wird eine Stadt wie Feldkirch zukunftsfit? Schüler und Schülerinnen der BHAK Bregenz (1as) haben sich auf den Weg nach Feldkirch gemacht um gemeinsam einen „Masterplan“ zu erstellen. Hier sind ihre Ergebnisse in Stichworten …

Station 1: Der Bahnhofsbezirk

  • unterirdische Tunnel bauen, damit es auf den öffentlichen Wegen weniger Verkehr gibt!
  • mehr Elektrobusse mit kurzen Intervallen und gut auf die Züge abgestimmtem Fahrplan einsetzen;
  • ähnlich wie in Kopenhagen, neben Gehsteigen auch großzügige Radwege mit einplanen, um so den Radverkehr zu forcieren; Stationen mit Leihfahrrädern planen;
  • mehr Hinweisschilder auf öffentlichen Wegen und Plätzen aufstellen. Dadurch könnten sich Besucher leichter orientieren. In 50 Jahren wird das wahrscheinlich alles schon digital sein und man wird sich die Stadt- und Fahrpläne mit dem Handy herunterladen können.
  • Bahnhof behindertengerecht bauen: Rampen für Fahrräder, Rollkoffer und Kinderwägen bzw. für Rollstuhlfahrer;
  • mehr Hotels und Restaurants/Cafés für Touristen, da sie gerne in der Nähe des Bahnhofs wohnen und essen;
  • den ganzen Bahnhofsbezirk mit WLAN ausstatten;
  • mehr Sitzplätze zur Verfügung stellen; wünschenswert: Bäume und andere Grünpflanzen im Wartebereich, eventuell auch vertikale Gärten an Hauswänden und Mauern, um Schatten zu spenden bzw. um die Natur nicht auszugrenzen und ein Wasserlauf mit Trinkwasser oder Wasserspiele/Brunnen …
  • auch Verbindungen ins benachbarte Ausland, in die Schweiz und nach Liechtenstein zeitlich abstimmen (Bus/Zug);

Station 2: Marktgasse

  • Gebäude optisch modernisieren
  • besserer Branchenmix (auch hinsichtlich unterschiedlicher Zielgruppen) in der Marktgasse
  • Marktgasse nicht nur zum Shoppen, sondern auch als Lebensraum vielfältig nutzbar machen: mittels Brunnen, Pflanzen, Wasserlauf … Bänke oder Stühle für alle Menschen kostenlos zugänglich bereit stellen, zum Verweilen einladen;
  • kostenlose künstlerische Darbietungen, spontane Musik/ Kunstperformances;
  • Konzerte, kleinere und größere Märkte/Events an mehreren Standorten gleichzeitig oder zeitlich versetzt anbieten, damit die Besucher die ganze Altstadt kennenlernen und nicht nur auf die Marktgasse beschränkt sind. Hintergrund: Die Menschen werden in 50 Jahren weniger arbeiten müssen und daher mehr Freizeit haben und diese auch sinnvoll verbringen wollen.
  • das typische Flair der Feldkircher Altstadt unterstreichen, die historischen Gebäude bewahren und mit Informationstafeln über deren Geschichte bzw. die Geschichte Feldkirch allgemein versehen; historische Gebäude unter Denkmalschutz stellen – als wichtige und Identität stiftende Kennzeichen der Stadt Feldkirch …

Station 3: Das Reichenfeld

Die Fußgeherbrücke über die Ill ist an sich eigentlich ganz in Ordnung. Was aber gut wäre: den Fußgängerbereich und die Fahrradzone optisch zu trennen. So kann auch vermieden werden, dass die Radfahrer und die Fußgänger kollidieren und es zu Unfällen kommt. Es wäre auch nicht schlecht, die Brücke etwas stabiler und robuster zu bauen. Sonst ist die Brücke unserer Meinung nach schön und in Ordnung.

Die Schülerinnen und Schüler der 1as, HAK Bregenz