Gendergerechtigkeit: Ein Blick nach Ruanda

Eine spannende CARE-Botschafterin zu Gast in Vorarlberg

Eine verbesserte Stellung von Frauen innerhalb der Gesellschaft würde für viele Länder Afrikas wirtschaftliches Wachstum, mehr Frieden und Sicherheit sowie soziale Gerechtigkeit bedeuten. Wie viele ostafrikanische Länder hat auch Ruanda fortschrittliche Gleichstellungsstrategien, die in der Theorie gleiche Rechte für Frauen und Männer gewährleisten. Die Realität sieht aber leider anders aus, weiß CARE-Botschafterin Olive Uwamariya zu berichten. Denn Frauen haben nur geringen Einfluss auf formale und informelle Entscheidungen, geschlechtsspezifische Gewalt ist weit verbreitet. 

35 % der Frauen Opfer von Gewalt

Olive spricht stellvertretend für die 35 % der Frauen, die angeben, Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt geworden zu sein. Sie selbst ist aufgewachsen in Kigali. Hier arbeiten Frauen im Schnitt 53 Stunden pro Woche und damit 10 Stunden mehr als Männer, weil sie neben dem Job auch noch Kinderbetreuung, Haushalt und Pflege übernehmen.

Mit den Schülerinnen und Schülern der HAK Bludenz und HTL Dornbirn sowie mit den CARITAS Jugendbotschafter*innen diskutierte Olive Uwamariya Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Herkunftsländer und was getan werden kann – und getan werden muss -, um der Gewalt gegen Frauen in ihrem Land ein Ende zu setzen, Frauen in Entscheidungsprozesse einzubinden und politische Akteure zu einem Umdenken anzuregen.

„During the few days I spent here in Austria, I saw the potential of young women and men who are passionate for change and want to understand what is happening around the world. There was this girl for instance, a SDG ambassador who works on a project promoting sanitary pads in Ethiopia. It sounds simple but it is very impactful. 

I would like to encourage young people to try to find out and understand what they can do in their environment. It does not need to be something big. It can start small, in the community or school. Activism often starts in schools. This is where many young people learn how to initiate change. Something they can build on when they are older. We should always remember that working together is powerful and the foundation for change! It is important for all of us to see different ways of doing things, to share innovations and support each other.“

Olive Uwamariya

Hier einige Kommentare der Workshop-Teilnehmer*innen sowie von Olive in Wort und Bild …

Jugendbotschafterin LISA
Jugendbotschafterin JULIA