Stop blaming! – Start acting!

Entwicklungszusammenarbeit zur Erreichung der Ziele

Kennen Sie die Geschichte von einem Mädchen aus Äthiopien, das aufgrund der Unwissenheit über Hygiene gestorben ist? Kennen Sie die Geschichte von einem Jungen, der nachts sein Geschäft auf der Straße verrichten muss, weil seine Familie zu arm ist um eine Toilette zu kaufen? Oder kennen Sie die Geschichte der Schülerin, die monatlich die Schule mehrere Tage aufgrund von mangelnder Hygieneartikel nicht besuchen kann? Nein? Wir schon!

Entwicklungszusammenarbeit wird oftmals in Frage gestellt und Menschen verurteilen sie aufgrund früherer, einzelner Skandale. Ein Konzern, von dem die österreichische Wirtschaft profitiert, wird aber so gut wie gar nicht in Frage gestellt. In der Wirtschaft ist es nämlich „normal“ Fehler zu machen. Hinter der sozialen Arbeit (am Beispiel EZA) stecken genauso Menschen, die Fehler machen, jedoch daraus lernen können. Man kann sich die EZA genauso als eine große Firma vorstellen, die nicht das eigene Land weiterentwickelt, sondern für globale Entwicklung steht, und damit verbunden sind Menschenleben. Menschenleben – die bei weitem nicht so sind, wie die unseren.

In der Entwicklungszusammenarbeit werden die Menschen, denen geholfen wird, in die Entscheidung mit eingebunden, wie geholfen wird und was benötigt wird. Die Menschen vor Ort werden gefragt, wo sie Unterstützung benötigen. Ein Beispiel dafür, dass die Entwicklungszusammenarbeit mit den Leuten vor Ort kooperiert sind die Jugendbotschafter der Caritas Auslandshilfe. Sie arbeiten mit Familien, Bauern und Genossenschaften vor Ort in Äthiopien zusammen.

Der Entwicklungszusammenarbeit wird außerdem unberechtigt Korruption vorgeworfen. Das gespendete Geld würde oftmals nicht bis zu den Hilfsbedürftigen kommen. Der Großteil der Organisationen ist jedoch vollkommen transparent, das heißt, der Spender kann ganz genau nachvollziehen, wofür das Geld verwendet wurde. Wenn die Webseite oder die Organisation keine Auskunft über die Verwendung des Geldes gibt, muss sich der Spender nun mal bewusst sein, dass nur mäßige Transparenz vorhanden ist und somit keine Garantie für die vollständige Verwendung der Spende.

Die Entwicklungszusammenarbeit ist einer dauerhaft kritischen Meinung ausgesetzt, wobei zum Beispiel die genannten positiven Aspekte in den Hintergrund gestellt werden. Generell haben viele oft den Drang dazu, sich auf das Negative zu fokussieren, ohne sich mit dem Positiven auseinanderzusetzen. Menschen interessieren sich immer nur für die großen Zahlen, wie: „Es wurde eine Millionen Menschen geholfen.“, aber wer interessiert sich für dieses eine Mädchen, welches an einer einfachen bakteriellen Infektion gestorben ist und eine trauende Familie zurücklassen musste?  Kritiker sprechen von riesigen Zahlen, ohne Rücksicht darauf, dass hinter jeder dieser Zahlen einzigartige, wertvolle Menschen stecken. Menschen – die es verdient haben ein wertvolles Leben zu leben.

Anstatt Menschen zu kritisieren, welche wirklich etwas bewirken und den Kindern in Äthiopien Hygieneartikel und Toiletten finanzieren, sollte jeder bei sich selbst beginnen und überlegen, wie viel man persönlich für eine bessere Welt leistet. Wir können von uns behaupten, dass wir Menschen helfen – auch wenn wir nicht die Masse retten, haben wir wenigstens ETWAS getan. Hiermit fordern wir jeden Einzelnen auf, nicht nur zu kritisieren, sondern selbst etwas in die Hand zu nehmen.

Laura und Carla Sophie